Nord Kenya Safari





Mittwoch, 30. Juli 1997, 3. Tag


5.15 Uhr, die Fanfare des Psion schreit Tagwache! Wo sind wir? Ach ja - Nakuru! Na denn - wer früh morgens Tiere beobachten will, muss auch früh raus. 6.00 Uhr einen kurzen Kaffee (oder doch lieber Tee?) im Restaurant eingenommen und um 6.30 Uhr fährt Francis mit uns in den Park.


Marabu am Ufer des Nakuru-Sees

Wir sehen wieder alle Tiere - ausser dem Löwen den wir eigentlich sehnlichst herbeiwünschen. Man möchte ja die Natur in ihr vollen Pracht erleben. Dafür dürfen wir einige Marabus am Ufer des Nakuru-Sees bewundern und - fotografieren.


Büffel

Nach 2 Stunden sind wir wieder in der Lodge und nehmen unser Frühstück im Restaurant ein. Noch ein paar Paviane fotografiert, das Gepäck reisefertig verpackt und schon sind wir um 9.35 Uhr wieder im Jeep.

Wir fahren entlang dem Nakuru-See Richtung Nakuru. Wir sehen ein Paar Giraffen aus der Nähe - sofern man 100 Meter als Nähe bezeichnen kann.

Auf unserem Weg zu den Thomson Wasserfällen überqueren wir um 11.30 Uhr den Äquator von Süden nach Norden. Wir machen einen Halt und können eine "Wasserdemonstration" verfolgen.


Der nullte Breitengrad


Die Wasserdemonstration

Aus einem kleinen Becken mit Loch im Boden fliesst Wasser in ein anderes Gefäss. Der so entstehende Sog dreht auf der nördlichen Halbkugel im Uhrzeigersinn und auf der Südlichen in entgegengesetzter Richtung. Direkt auf dem nullten Breitengrad - sprich Äquator - dreht sich gar nichts. Hier dreht sich also alles um den Äquator ...

Wir machen Mittagsrast bei den Thomson Wasserfällen. Es ist fast nicht möglich, die Fälle zu fotografieren, da wir sofort durch die verkaufsfreudige Bevölkerung umringt werden. Wir laufen den Verkaufsstand-Spiessrutenlauf an den Thomson Wasserfällen! Nach drei Buden geben wir auf!


Thomson Wasserfälle ... (nur wo?)

Beim Mittagessen unterhalten wir uns über die Erfahrungen an den Ständen und die erstandenen Artikel. Wir haben zwei Ketten zu 150 KSH pro Stück und einen Turm von Wildtieren (die Kenyaner Stadtmusikanten?) für 700 - nach anfänglich 1500 - gekauft.

Kurz vor zwei starten wir in Richtung Mountain Lodge am Fusse des Mount Kenya. Wir fahren südostwärts und überqueren den Äquator zum zweiten Mal. Zu unserer Rechten sehen wir den Aberdare-Nationalpark, dessen Hügelzug mit seiner geringen Höhe etwas an den Feldberg im Schwarzwald erinnert. Die Landschaft im Vordergrund sieht dafür eher nach einem flachen Gelände im Berner Oberland aus. Ist die Welt doch klein ...

Unterwegs nehmen wir einen Afrikaner mit, dessen Fahrzeug stehen geblieben ist. Jetzt muss er in eine grössere Stadt um Ersatzteile aufzutreiben. Als wir die Teerstrasse wieder einmal verlassen um auf einer holperigen Staubstrasse weiter zu fahren, muss er halt wieder aussteigen.
Wir schlucken 20 Minuten Staub und erreichen geschüttelt (nicht gerührt ...) eine weitere Teerstrasse. Hust sei Dank. Das Mittagessen hat sich gesetzt.

Wiederum biegen wir ab, um die, auf 2100 Meter liegende Mountain Lodge zu erreichen. Ein Gebäude ganz aus Holz, ringhörig, aber trotzdem irgendwie gemütlich, steht vor uns. Es steht an einem Wasserloch, wo die wilden Tiere rund um die Uhr auftauchen und gehört zum 2000 km2 grossen Mount Kenya Reservat.


Mountain-Lodge am Mt. Kenya

Nach dem Zimmerbezug gibt's Tee, Sandwiches und Kuchen. Englands Kolonialisten lassen Grüssen! Wir beobachten dabei die anwesenden Tiere - Büffel, Wasserböcke und Impalas (hatten wir das nicht schon?) von der allgemeinen Veranda aus.


Wasserloch an der Mountain-Lodge

Für die Nacht können wir uns Tiere aussuchen. Das heisst, wenn die Tiere am Wasserloch auftauchen, werden wir geweckt und können vom zimmereigenen Balkon aus Beobachtungen und Fotos machen. Nachts! Bei Blende 1.4 und einer Sekunde Belichtungszeit! Viel Spass ...





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