Nord Kenya Safari





Donnerstag, 31. Juli 1997, 4. Tag

Es ist 6.00 Uhr - haben wir die Weckzeichen verpasst? Nein, haben wir nicht. Ausser Büffeln, Wasserböcken und Impalas, welche wir ohnehin schon genug gesehen haben, gibt's nichts spektakuläres zu sehen. Naja, allenfalls die englischen Ornithologen mit ihren Büchern und Ferngläsern. Wer's gesehen hat kann sich ein Schmunzeln einfach nicht verkneifen.


Die engl. Ornithologen ...

Aber eigentlich wollten wir ja Elefanten, Leoparden und Nashörner sehen. Nun denn, der hochempfindliche 36-er Film ist nun vor allem mit Büffeln und ein paar Baboons belichtet.

Es ist jetzt 8.35 Uhr und wir verlassen die Mountain Lodge Richtung Samburu Nationalpark, der nördlichste Teil unserer Safari-Tour. In Nanyuki machen wir einen kurzen Halt und sind sofort von Kindern umringt, die uns ihre Ware andrehen wollen oder ein Präsent wünschen.


Belagerung in Nanyuki

Langsam nervt die Art und Weise, wie die Kenyanische Bevölkerung den europäischen Kapitalismus interpretiert. Man scheint Goldesel sein zu müssen!
Die ständige Belagerung zwingt einem förmlich dazu überheblicher zu werden. Der gewisse Blick "von oben herab" ist zwar nicht unsere Sache, aber ein Ende der Belagerung ist sonst nicht abzusehen. Ignoratius stehe uns bei!

Auf dem weiteren Weg Richtung Isiolo halten wir auf einer fast offenen Strecke. Da steht ein kleines Häuschen, wo offenbar Wildfleisch verkauft wird. Tiefkühler oder Eisschrank? Nie gehört ...


Überlandmetzgerei

Zu unsere Rechten liegt eine Privatranch namens "Lewa Down". Sie bietet der Bevölkerung die Möglichkeit ihr Vieh weiden zu lassen. Ursprünglich war es ein Art Reservat für die aussterbenden Rhinozerosse, deren Bestand dadurch vergrössert werden konnte.

Wir treffen etwa um 12.15 Uhr in der Buffalo Spring Lodge ein, wo wir ein "Cottage" beziehen und uns sofort zum Mittagessen begeben. Dann probieren wir den kleinen Pool aus, weil uns die Hitze - wir schätzen ca. 30° C im Schatten und 90% Luftfeuchtigkeit - fast den Hals zuschnürt. Man klebt!

Um 15.30 Uhr geht's auf die Nachmittagspirschfahrt in den Samburu Nationalpark, wo wir im Verlaufe von drei Stunden einige Elefanten sehen. Samburu ist mit seinen 104 km2 der kleinste Park, den wir besuchen. Die steppenartige Landschaft hat aber ihren besonderen Reiz.


Afrikanische Elefanten (was denn sonst?)

Den schönsten Eindruck erhalten wir kurz vor dem Sonnenuntergang, wo wir einen Leoparden auf ca. 10 Meter sehen und eine Weile verfolgen dürfen.


Leopard auf der Pirsch

Nach der Rückkehr in die Buffalo Spring Lodge gibt es Abendessen und - wie so oft schon - Tee und etwas Alkoholhaltiges. Um ca. 22.00 Uhr gehen wir schlafen, nachdem die Kameras geputzt und für die Frühpirsch bereit sind.





Die Nord-Kenya-Truppe    1. Tag    2. Tag    3. Tag    4. Tag    5. Tag    6. Tag    7. Tag    8. Tag