Nord Kenya Safari





Freitag, 1. August 1997, 5. Tag


Tagwache 5.30 Uhr. Heute ist wieder mal eine Frühpirsch angesagt. Um 6.30 Uhr fahren wir los in den Samburu Nationalpark - ohne Peter, welcher es vorzieht die letzte Pirschfahrt im inneren Auge Revue passieren zu lassen.
Die Fauna kennen wir bereits. Neu ist ein Schakal, der sich aber sofort aus dem Staub (!) macht.


Schakal

Neben den Grevy-Zebras, die hier im Norden zahlreich sind und sich durch eine feinere Linierung von den "Common"-Zebras unterscheiden, sehen wir auch Netzgiraffen, die ebenfalls eine etwas andere Zeichnung haben, als ihre Artgenossen im südlicheren Teil des Landes.


Grevy-Zebra

Um 8.15 Uhr sind wir zurück in der Lodge und gehen zum Frühstück. Während dem Essen bietet sich die Gelegenheit, einige Vögel zu fotografieren. Also tun wir es. Man denkt unweigerlich an die Ornithologen ...
Wir verlassen die Buffalo Spring Lodge kurz vor halb zehn und fahren zu einem Samburu Dorf, wo wir für 500 KSH pro Person alles fotografieren dürfen. Den singenden Frauen-Begrüssungs-Chor, die Häuser, das Parlament. Die Samburu zeigen uns, wie sie mit Holz und Dung Feuer machen und erzählen uns, dass sie alle zwei Jahre weiterziehen - aber immer um die Kirche und das Schulhaus herum. Wir sind von der Einfachheit fasziniert.



Samburudorf

Wir geben ein T-Shirt, ein paar Socken, einige Schreibstifte für die Schule und eine Menge Bonbons ab. Der Chef der Samburu freut sich über das Präsent.


Weites Samburu

Um 10.40 Uhr nehmen wir den langen Weg nach Nairobi unter die Räder des Toyota Landcruisers. Dieser hat übrigens 4100 ccm und ca. 180 PS, da wundert einem nicht, dass man bei 20 km/h schon im dritten Gang fahren kann. Wenn ich das mit meiner Nuckelpinne machen würde ...


Halt bei der Naro Moru Lodge

Es wird Mittag. Wir halten kurz in Isiolo um bei einer Bank Geld zu wechseln. Die vielen Geldabgabestellen und das Samburu Dorf haben uns fast pleite gemacht.
Auf dem Weg zur Naro Moru Lodge, wo wir zu Mittag essen werden, bietet sich uns nochmals die Möglichkeit, den Mount Kenya zu bewundern, der ein weisses Haupt trägt. Schnee in Kenya, man fasst es nicht.

Nach dem Mittagessen in der noblen Naro Moru Lodge geht um 14.35 Uhr wieder auf die Reise. Vor uns liegen noch etwa 200 km bis Nairobi. Wir fahren durch viele kleine Dörfer aber auch durch Städte wie z.B. Karatina, wo wir eine Art "Busbahnhof" sehen. Was es nicht alles gibt ...

Mit Erstaunen können wir feststellen, dass die Verkäufer nicht nur die Touristen mit ihren Angeboten belagern. Francis steuert einen Markt an und sofort sind wir umringt von den Marktverkäufern. Francis kauft ein und so geschieht es, dass selbst er als Einheimischer mit Angeboten überhäuft, ja sogar bedrängt wird.

Wir zweigen von unserer Route nach Nairobi ab, weil die Strasse gesperrt ist. Wir fahren durch Mukuyu, wo wir zum ersten Mal ein gut gebautes Hochhaus sehen. Vier Stockwerke kann man doch als Hochhaus bezeichnen?


Pipi-Stopp an der Autobahn

Auf der A2 Richtung Thika bitten wir Francis, er möge doch mal für ein paar Minuten anhalten. Die Beine haben ein bisschen Bewegung nötig und die Blase ruft nach Entleerung.

Francis hält an und die Damen suchen sich weitab ein Plätzchen für ihr dringendes Bedürfnis. Mann muss man sein ...
Ein paar Meter neben der Schnellstrasse fotografieren wir eine Ananas-Plantage.

In der Zwischenzeit hat auf der Gegenfahrspur ein weisses Kleinfahrzeug gehalten. Eine Afrikanerin kommt zu uns rüber und erklärt Francis, dass es da wohl ein Problem mit dem Fahrer gebe.
Francis organisiert einen Transport für den Fahrer und die Mitfahrer. Durch einfaches winken stoppt er einen Combiwagen, aus welchen sofort die Leute springen und helfen. Welche Hilfsbereitschaft! Das Problem ist so innert 10 Minuten gelöst.


Kenya's Hauptstadt - Nairobi

Wir fahren unterdessen weiter nach Nairobi. Es ist 17 Uhr. Nairobi - es stinkt und ist schmutzig. Das sind die ersten Eindrücke der Hauptstadt von Kenya. Der Verkehr, ein Chaos aus Fahrzeugen, Karren und Fussgänger. Wir fahren mitten durch das Zentrum. Eine halbe Stunde sehen wir Blech und wundern uns, dass es da keine Unfälle gibt.

Endlich sind wir wieder aus dem Gewühl raus und erkennen auch schon den Wilson Airport, wo wir vor vier Tagen angekommen sind. Es ist also bald geschafft. Noch liegen uns ein paar holperige Kilometer voraus. Um 18.50 Uhr sind wir völlig erschöpft in der Masai Safari Lodge und beziehen das Zimmer.

Wie üblich gibt es um 19.30 Uhr Abendessen. Die Tanzania-Safari Truppe ist wieder zu uns gestossen. Man spricht über die Erlebnisse. Danach noch einige Witze erzählt und den obligatorischen Nachttrunk eingeworfen. Um 22.40 Uhr liegen wir im Bett und schlafen den Schlaf der Gerechten, nach diesem anstrengenden Tag.





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