Nord Kenya Safari





Samstag, 2. August 1997, 6. Tag


Pünktlichkeit ist aller Pirschfahrt Anfang. Genau um 6.00 Uhr kommt der Askari und meint uns mit heftigem Gepolter an die Türe wecken zu können. Zum Glück hat der Psion schon ein paar Minuten vorher zum Aufstehen geblasen, sonst wären wir wahrscheinlich im Bett gestanden!

7.00 Uhr - die Reise durch Nairobis Nationalpark geht los. Keine zehn Minuten später meint Francis: "A lion!" Wir lachen - Ein guter Witz ...
Francis lässt nicht locker. "A lion on the right" wiederholt er. Und tatsächlich - 300 Meter von uns trottet gemächlich ein Löwe in unsere Richtung. Wir haben die Chance für Fotos! Der Löwe schleicht um uns herum. Wir wenden, sodass wir ihm folgen können. Nach ca. 800 Meter geht er schliesslich in den Busch - wir bleiben selbstverständlich auf den uns vorgegebenen Strassen. Wir haben auch genug fotografiert.


Unser "guter Witz" ...

Auf der weiteren Tour sehen wir eigentlich nichts, was wir nicht schon früher gesehen haben - früher? - man wird irgendwie eingebildet.

Etwa um halb elf betreten wir das Karen Blixen Museum, wo die Aussenaufnahmen für den Film "Out of Africa" gedreht wurden. Wir bewundern die Einrichtung in dem Haus in dem Karen Blixen gelebt hat. Sie starb 1962 im Alter vom 77 Jahren in Dänemark.


Karen Blixen's Landhaus

Um 12.00 Uhr sind wir zurück in der Masai Safari Lodge. Nachdem wir das Gepäck geholt und an der Rezeption deponiert haben ist Mittagessen angesagt. Für Tee und Kaffee reicht es schon fast nicht mehr. Francis wartet um 13.30 Uhr auf uns, um mit uns den letzten gemeinsamen Weg zum Wilson Airport anzutreten.
Bevor wir losfahren, geben wir ihm ein gutes Trinkgeld und ich eines unserer Ferngläser als grosses Dankeschön für das beeindruckende Erlebnis, das er uns geboten hat.

Es ist 15.25 Uhr als die Twin von der Piste wegsteigt. Aufgrund von Lotsenstreiks in Mombasa mussten wir eine kleine Verspätung in Kauf nehmen. Nach nur 40 Minuten landen wir bereits in der Masai Mara auf dem Airstrip des Mara Buffalo Camps.


Skytrail-Flieger

Durch die Verspätung geht's jetzt halt direkt auf die erste Pirschfahrt durch die Masai Mara, die den nördlichen Ausläufer der Serengeti bildet. Eigentlich sind wir ja noch ein paar Kilometer nördlich der effektiven Masai Mara, aber bei 1812 km2 kommt es auf ein paar Kilometer mehr oder weniger nicht drauf an. Nennen wir es also weiter Masai Mara.

Wir sehen die bekannten Tiere. Neu sind die Mangusten, die Erdmännchen ähnlich sehen. Leider sind sie äusserst scheu und immer schon weg, wenn man die Kamera zückt.
Zirka 17.45 Uhr treffen wir im Mara Buffalo Camp ein, wo wir unsere Zimmer beziehen und sofort mit den Fotoapparaten bewaffnet an den Mara River gehen, der nur wenige Meter von den Cottages entfernt fliesst.


Flusspferde im Mara-River

Zum ersten Mal sehen wir Flusspferde und können einige Aufnahmen von ihnen machen.

19.30 Uhr - wie üblich - Abendessen. Danach, wie schon an den Abenden vorher, nehmen wir unseren Schlaftrunk und diskutieren noch ein Weilchen.


Seppi

Seppi, einer der Bar-Waiters unterhält uns zu guter Letzt noch mit einigen schweizerdeutschen Ausdrücken, wie: "Chuchichäschtli" (was ja noch nichts besonderes ist ...), "Chaibe guet", "Nume nid juffle", "Kaffi Lutz", "Kaffi Fertig" und dem Liedchen "Äs Buure Büebli maa'ni nid" welches er zu unserem Erstaunen mit korrekter Melodie und textmässig praktisch ohne Akzent bringt!





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