Nord Kenya Safari





Sonntag, 3. August 1997, 7. Tag


Wir stehen um 7.30 Uhr auf und schauen nach den Flusspferden. Sie sind noch da - genau wie gestern - im Fluss! Vollkörperfotos bleiben uns also verwehrt.
8.00 Uhr Morgenessen und 9.00 Uhr stehen wir zur Abfahrt bereit. Die Jeeps kommen mit den durchgerüttelten Frühpirschern zurück. Uns schwant Fürchterliches ...

9.10 Uhr fahren wir los. Kreuz und quer durch die Pampas. Wege gibt es, aber wieso sollte man sie befahren? Quer durch den Busch und über Stock und vor allem Stein geht es rauf und runter in der unendlich scheinenden Masai Mara.

John hält das Fahrzeug an einer Stelle, wo es für uns nichts sehenswertes gibt. Wir wundern uns, sehen aber die anderen Fahrzeuge auf etwa einen Kilometer Distanz nahen. Der erste Jeep hat die Scheinwerfer eingeschaltet. Eine Hilfeaufforderung wie wir erfahren. Bei uns steigen zwei deutsche Passagiere des defekten Fahrzeugs zu. Die restlichen verteilen sich auf die anderen Wagen.



Unsere Verfolger

Um 13.05 Uhr hat die morgendliche Tortur ein Ende. Wir sind am Picknickplatz angekommen. Eine Feldküche aus einem alten Fahrzeug gebaut, daneben eine Feuerstelle, ein Grill und viele Steinplatten, die als Tisch dienen. Fast wie im Militär!


Faultiere ...

Nach eineinhalb Stunden, genau um 14.35 Uhr, fahren wir wieder los. Wir erwarten eigentlich nichts besonderes vom Nachmittag und freuen uns auf das Abendessen.
Mit zunehmend schlechtem Wetter - es zieht von überall her Wolken in unser Gebiet - wir der Wunsch nach einer baldigen Rückkehr in das Mara Buffalo Camp grösser.

Wir sehen, dass sich die Ebene, die wir gerade durchstreifen mit Tieren füllt. Ahnen diese eine nahende Gefahr durch das Wetter?



Auf eine Distanz von ca. 1 km ist zu erkennen, dass sich einige Wagen treffen. Wir denken an eine Art Lagebesprechung, wo wir anscheinend teilhaben werden, denn unser Fahrer John steuert unser Geländefahrzeug darauf zu.

Wir treffen, was wir nicht mehr zu hoffen gewagt haben. Geparden! Sie liegen bei einem kleinen Bäumchen und lassen sich durch die elf Fahrzeuge um sie herum kaum beirren. Die Filme füllen sich!


Gepard

Als sich einige Fahrzeuge entfernen, können wir um die Geparden herum fahren und sie noch von der anderen Seite ablichten und - bewundern.

Sichtlich erfreut über den gelungen Abschluss des Tages fahren wir weiter. Nach einigen Kurven nach links und nach rechts, steuert John in Richtung eines anderen Fahrzeugs. Bingo - darauf hatten wir gewartet! Der Anblick der Könige der Tiere lässt uns den wieder einsetzenden Regen fast vergessen.

Wir sehen eine Gruppe von fünfzehn Löwen. Viele Löwinnen, einige Junglöwen


L÷wengruppe

und natürlich Mufasa, den Chef. Dieser liegt etwas abseits und erlaubt uns bis auf drei Meter heranzufahren.


Mufasa, der Chef!

Wir beobachten die Löwen über etwa 20 Minuten hinweg und sind fasziniert von der Schönheit der Tiere.

Es ist 17.50 Uhr. Wir sind wieder im Camp. Tea-Time! Danach gibt's eine kalt/heisse Dusche (warm geht einfach nicht, ich hab's mehrfach probiert ...) und um 19.30 Uhr das letzte Abendessen auf unsere Nord Kenya Safari.





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