Nord Kenya Safari





Montag, 4. August 1997, 8. und letzter Tag


In der Meinung, dass unsere Frühpirsch schon um 06.00 Uhr losgeht gibt der Psion um 04.55 Uhr Alarm.
Wir stehen gemächlich auf und begeben uns zum Early Morning Tea. Als wir um 6.00 Uhr bereit zur Abfahrt sind, erfahren wir die schreckliche Wahrheit. Eine halbe Stunde zu früh aufgestanden - wie hässlich ...

Wir setzen uns also nochmals. Jetzt um das Lagerfeuer - Lagerglut wäre eigentlich treffender! - und gedulden uns noch ein wenig.
Pünktlich um 6.30 Uhr kommen die Jeeps und wir machen uns auf unsere letzte Frühpirsch - ohne Peter wohlgemerkt, welcher die bisherigen Pirschfahrten schon (oder noch?) im Traum kennt - und erleben etwas, das manche Stunden mühsamstes Rütteln vergessen lässt.

Wir sehen eine Löwin mit ihren vier Babys. Sie weiss sich vor lauter Fahrzeugen fast nicht zu retten. Schliesslich trottet sie, umgeben von ihren maunzenden Kindern in Richtung Gebüsch. Das kleinste wirft sie dabei immer wieder über den Haufen. Kurzerhand packt sie den kleinen am Genick und trägt ihn davon. Wie im Film ...

  
Tierbaybies - Etwas faszinierendes ...

Ein paar hundert Meter weiter sehen wir noch mal eine Löwin. Das wird doch nicht etwa schon langweilig?


Strecken - welche Wohltat!

Wir fahren weiter und treffen drei Geparde - wahrscheinlich dieselben wie gestern. Ein wirklich katzenträchtiger Tag!
Die Zeit ist schon fortgeschritten und es wird Zeit für's Frühstück. Auf dem Rückweg sehen wir noch eine einzelne Hyäne, die sich davonschleicht.


Hyäne

Die erste und wahrscheinlich letzte auf unserer Safari. Kurz vor neun treffen wir wieder im Camp ein.

Um 10.30 Uhr geht's wieder los. Man lässt uns nicht zu Ruhe kommen. Die Safari soll eine bleibende Erinnerung hinterlassen. Wir fahren also zum letzten Mal raus in die Wildnis. Wir sehen nochmals Hyänen. Ed und seine Kumpane (den Namen haben wir in Anlehnung an den Film "The Lion King" vergeben) liegen unter einem Baum und wir haben genügend Zeit um diese zu fotografieren.

Etwas später besuchen wir ein Eingeborenendorf der Masai, wo uns wiederum ein Frauenchor empfängt. Sind Kenias Männer so unmusikalisch?
Es ist ungleich schmutziger als das Samburudorf, welches wir in guter Erinnerung haben. Überall liegt der Kot von Tieren und die Kinder spielen dazwischen. Wir wundern uns nicht darüber, dass die Kinder hier krank aussehen.


Masai-Dorf

Wir besichtigen eine Behausung und sind erstaunt über die karge Einrichtung. Man sieht überhaupt keine Gebrauchsgegenstände.


Masai Frau

Ob in diesem Dorf überhaupt "gewohnt" wird, fragen wir uns.
In der Mitte des Dorfes ist ein Holzgeländer montiert, das einen Durchmesser von etwa 15 Metern hat. An diesem hängt, was ein Touristenherz höher schlagen lässt. Handgemachter Schmuck in allen Farben und Formen. Wir erkennen darin eine erneute Geldabgabestelle und halten uns tunlichst auf eine Distanz von fünf Metern davon entfernt.

John führt uns zum Fuss eines Hügelzuges wo wir durch einen Afrikaner in die Büsche und zu Nashörnern geführt werden. Wir kommen auf etwa 10 Meter an die Tiere heran. Zu Fuss! Manche mögen's heiss ...


Zu Fuss zum Nasi ...



Eine halbe Stunde später verlassen wir diesen schönen Platz, wo man auch in die Weite der Masai Mara sieht. Es geht praktisch den gleichen Weg zurück. Um genau 14.00 Uhr sind wir zurück und gehen zum Mittagessen.

Das Flugzeug kommt um halb vier, hat man uns gesagt. Wir machen uns also nach dem ordentlichen Dessert - es gab doch immerhin Kuchen und Kaffee - auf zum Fahrzeugpark. Bei der Rezeption hält man uns auf und gibt uns zu verstehen, dass die Fluglotsen in Mombasa wieder einmal streiken und sich die Ankunft der Maschine verzögere.
Wir gehen also wieder zurück zu den hölzernen Wackelstühlen, wo wir schon zum Mittagessen die Cola's verschüttet haben und gedulden uns noch eine Weile.
Endlich geht es los. Es ist kurz vor vier als uns die Managerin mit flügelähnlichem Winken anzeigt, dass das unser Transportmittel im Anflug ist. Wir machen uns also auf den letzten Weg mit dem Jeep. Nach fünf Minuten erkennen wir die Sandpiste. Weitere fünf Minuten später ist auch schon das Flugzeug in Sicht.


MBC-Airstrip

Wir starten um 16.20 Uhr ab dem Mara Buffalo Camp Airstrip Richtung Mombasa, wo wir wegen Gegenwind und dem bereits erwähnten Streik der Fluglotsen etwas später als erwartet eintreffen. Es ist 18.40 Uhr als wir auf dem Moi International Airport landen.

Damit endet die abwechslungsreiche, vielfältige und interessante Nord Kenya Safari. Noch gibt es viel zu verarbeiten, denn Eindrücke, die wir gewonnen haben sind mannigfaltig vorhanden. Es war ein tolles Erlebnis.



Ich hoffe, dass es Spass gemacht hat, den Safaribericht zu lesen und - dass Sie Lust auf eine Safari bekommen haben. Wir haben nach der Safari noch eine Woche Badeferien angehängt. Kann ich nur empfehlen! Nach einer Woche ist man doch ein wenig müde ...

Euer Dominik





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